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Erläuterung der Krankheitsbilder
Abhängigkeitserkrankungen
Bei Abhängigkeit und Sucht handelt es sich um ein zwanghaftes Bedürfnis und Angewiesensein auf eine bestimmte Substanz, wobei zwischen psychischer und körperlicher Abhängigkeit unterschieden wird. Suchtauslösend sind zahlreiche unterschiedliche "Drogen"!
Nach den Rauchern, also den nikotinabhängigen Menschen, rangiert die Alkoholabhängigkeit mit 2,5-
Insgesamt leiden 5-
Den angenehmen Wirkungen wie Euphorie, Glücksgefühl, Abbau von Hemmungen, Leistungssteigerung und Halluzinationen folgen Nebenwirkungen wie vegetative Symptome, z.B. Schlafstörungen, Organschädigungen und Infektionen (z.B. HIV und Hepatitis), Vergiftungserscheinungen und soziales Abgleiten.
Allergie
Eine Allergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegenüber bestimmten körperfremden Substanzen der Umwelt. "Überschießend" heißt die Reaktion, weil das körpereigene Immunsystem auf Fremdstoffe (z.B. Pollen) anspricht, die anders als Krankheitskeime eigentlich keine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Prinzipiell kann jeder Stoff in unserer Umwelt zum Auslöser einer Allergie werden -
Bei den meisten Allergenen handelt es sich um Eiweißsubstanzen tierischer oder pflanzlicher Herkunft, beispielsweise von Blütenpollen, Milben und Schimmelpilzen.
Angst-
Unter Angst-
Asthma
Asthma ist eine langwierige (chronische) Krankheit, bei der sich die Atemwege entzünden und verengen. Dadurch wird das Atmen erschwert. Asthmatiker haben immer eine genetische Veranlagung zu Ihrer Krankheit, die aber nicht unbedingt frühzeitig (also in der Kindheit) ausbrechen muss. Infektionen, Allergien, lang andauernder Kontakt mit staubiger oder rauchiger Luft oder eine Kombination all dieser Faktoren können die Krankheit auch in einem späteren Lebensabschnitt auslösen.
Bei den meisten Menschen mit Asthma liegt permanent ein gewisser Grad an chronischer Entzündung vor. Das bedeutet, dass das grundlegende Problem vorhanden bleibt, selbst wenn keine Asthmaauslöser in der Umgebung sind und der Betroffene gerade keine Symptome wahrnimmt.
Bluthochdruck
Der Bluthochdruck wird in der medizinischen Fachsprache als arterielle Hypertonie bezeichnet. Ein normaler Blutdruck liegt vor, wenn der systolische Wert 140 mmHg, und der diastolische Wert 80 mmHg nicht übersteigt, also ein Blutdruck von 140/80 ist als normal anzusehen. Es werden aber auch Abweichungen in den oberen und unteren Bereich toleriert. Der systolische Wert stellt den Druck in der Anspannungsphase der Herzmuskulatur dar, wogegen der diastolische Wert den Druck in der Entspannungsphase beschreibt. Nach der Krankheitsentstehung werden zwei Formen unterschieden:
Der primäre oder essentielle Bluthochdruck und der sekundäre oder symptomatische Bluthochdruck. Vom primären Bluthochdruck spricht man, wenn keine Ursache nachgewiesen werden kann. Der sekundäre Bluthochdruck ist der organgebundene, also durch eine Erkrankung eines Organs ausgelöste.
Ein Bluthochdruck gilt als Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, die ihrerseits diverse Folgeerkrankungen des Herzens und anderer Organe auslösen können. Die häufigsten und wohl am meisten gefürchteten Folgeerkrankungen sind der Herzinfarkt und der Schlaganfall.
Chronischen Schmerzen
Millionen Menschen leiden unter häufigen oder gar chronischen Schmerzen. Vor allem im Bereich des Kopfes und des Rückens ist in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme zu verzeichnen.
Der akute Schmerz, der eine Warn-
Chronische Schmerzen dagegen, die beispielsweise als Rückenschmerzen oder Tumorschmerzen dauerhaft auftreten können, haben keine warnende und schützende Funktion, sondern können sogar ein eigenes Krankheitsbild darstellen.
Colitis ulcerosa
Die Colitis ulcerosa ist eine chronisch entzündliche, meist in Schüben verlaufende Darmerkrankung, die vom Mastdarm ausgeht und sich auf den gesamten Dickdarm ausbreiten kann. Die krankheitsauslösende Ursache ist unbekannt, der Krankheitsbeginn liegt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Typische Symptome sind Durchfälle mit Schleim-
Die Colitis ulcerosa befällt vorzugsweise das Rektum und den linksseitigen Dickdarm (Kolon). Sie kann sich aber auch über den gesamten Dickdarm kontinuierlich ausbreiten. Ein Befall des Dünndarms jedoch ist sehr selten. Das kontinuierliche und auf den Dickdarm beschränkte Ausbreitungsmuster grenzen die Colitis ulcerosa gegenüber dem Morbus Crohn ab.
Depression
Depression und Manie werden als affektive Störungen zusammengefasst. Man unterscheidet unipolare Verlaufsformen, das heißt nur die Depression oder -
Diabetes
Beim Diabetes mellitus (allgemein auch als "Zuckerkrankheit" bekannt) handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Unterschiedliche Ursachen der Erkrankung und auch verschiedene Krankheitsausprägungen erfordern die Unterscheidung von mehreren Typen. Vorwiegend unterscheidet man zwischen dem Typ-
Der Typ-
Der Typ-
Der Gestationsdiabetes kann während einer Schwangerschaft auftreten und betrifft etwa 5% der Schwangeren. Schwangere brauchen während der Schwangerschaft mehr Insulin. Kann die Bauchspeicheldrüse dieses Hormon nicht in genügender Menge liefern, entsteht ein (Gestations)-
Down-
Das Down-
Neben dem charakteristischen äußeren Erscheinungsbild, einer Verzögerung der motorischen Entwicklung und einer sehr variabel ausgeprägten Intelligenzminderung, haben Menschen mit Down-
Epilepsie
Unter Epilepsie werden Krankheiten, bei denen es durch abnorme Erregungsbildung und fehlende Erregungsbegrenzung im Gehirn zu Krampfanfällen, sog. epileptischen Anfällen kommt, zusammengefasst. Diese wirken auf Unbeteiligte bedrohlich, sistieren jedoch in der Regel nach wenigen Minuten spontan.
Man unterscheidet idiopathische Epilepsien, bei denen keine krankhaften Veränderungen des Gehirnes vorliegen, und symptomatische Epilepsien als Folge einer zugrunde liegenden Krankheit oder Gehirnschädigung. Zur Diagnose führen Anfallsbeschreibung durch dabei anwesende Personen, EEG, bildgebende Verfahren (CT, MRT) und Blutuntersuchungen zum Ausschluss einer Stoffwechselerkrankung. Symptomatische Formen werden entsprechend der Ursache behandelt, bei der idiopathischen Epilepsie ist durch medikamentöse Einstellung meist Anfallsfreiheit zu erzielen. Die Sonderform des Status epilepticus mit einer Dauer über 20 Minuten ist ein lebensbedrohlicher Zustand und bedarf einer Akutbehandlung.
Geruchs-
Der Verlust oder die Beeinträchtigung des Geschmackssinns kann für die Betroffenen unangenehme gesundheitliche Folgen haben. Ein Beispiel: Verdorbene Lebensmittel werden gegessen, ohne es zu bemerken. Mit dem Verlust des Geschmacks verliert der Mensch einen wichtigen Wahrnehmungssinn -
R I E C H S T Ö R U N G E N
• Kompletter Ausfall der Geruchswahrnehmung, Anosmie wird oft von Betroffenen eher als Geschmacksstörung wahrgenommen und beklagt,
• Herabgesetzte Geruchswahrnehmung, die Hyposmie,
• veränderte Geruchswahrnehmung die Parosmie,
• Riechen übler körpereigener Substanzen Kakosmie.
URSACHEN
• Grippale Virusinfekte mit Schnupfen,
• akute Nasennebenhöhlen -
• kleinere, aber chronische Reizungen der Nasenschleimhäute ( hier ist es häufiger, das das Geruchsempfinden nur abgeschwächt, aber nicht ganz erloschen ist);
• nach einem Unfall mit Schädel -
• Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen des Hirngewebes oder Schlaganfall;
• Hirnhautentzündung,
• Tumoren im Bereich des Vorderhirns oder der Hirnanhangsdrüse;
• psychische Veränderungen mit gestörter Geruchswahrnehmung,
• Vergiftungen,
• Medikamentenwirkungen.
G E S C H M A C K S S T Ö R U N G E N
• Die Wahrnehmung bestimmter Geschmacksqualitäten kann vermindert sein,
• Der Geschmackssinn ist bei der Hypogeusie abgeschwächt,
• Bei der Ageusie komplett aufgehoben,
• Es können aber auch Geschmacksstörungen im Sinne von Missempfindungen auftreten Dysgeusie,
• Neben der gestörten lokalen Reizwahrnehmung ist eine Leitungsstörung der Impulse in den Nervenbahnen möglich. Ein besonderes Gewicht hat aber auch eine Wahrnehmungs-
URSACHEN
• lokale Verletzungen oder Schädigungen der Zunge und damit der Geschmacksknospen, auch als Bestrahlungsfolge möglich.
• starker Alkohol-
• Schädigung der Geschmacksnerven durch Entzündung z.B. der Hirnhäute,
• Vergiftung (z.B. metallischer Geschmack bei Bleivergiftung) oder Medikamentenwirkung,
• nach Ohroperationen vorübergehend möglich aufgrund der Nachbarschaft einiger Geschmacksnerven,
• Tumoren, die auf die Geschmacksnerven drücken,
• Verletzungen der Schädelbasis oder Prellungen von Gehirns oder Nerven nach einem Unfall oder Sturz,
• Hirnschädigung nach Schlaganfall, Durchblutungsstörungen usw. im Bereich der zuständigen Hirnareale,
• Psychische Erkrankungen mit Fehlwahrnehmung der Geschmacksreize.
Hypospadie
Hypospadie (engl.: Hypospadias) ist eine angeborene Entwicklungsstörung der Harnröhre meist in Verbindung mit einer Krümmung des Gliedes und einer dorsalen Vorhautschürze (Präputialschürze; lange Vorhaut auf der einen Seite, fehlen der Vorhaut auf der anderen Seite). Die Harnröhrenöffnung beim Jungen endet je nach Klassifikation von der Unterseite der Eichel bis hinunter zum Damm. Die Urethraöffnung (Harnröhrenöffnung) ist punktförmig und kaum sichtbar. Meistens besteht zudem eine deutliche Meatusstenose (engl.: meatal stenosis, Harnröhrenverengung). Die Miktion (engl.: micturition; urination, Harnentleerung) beim Jungen im Stehen wird erschwert da der Urinstrahl nach hinten bzw. unten verläuft. Beim Mädchen hingegen fehlt die Harnröhre so dass am Scheideneingang der Urin direkt aus der Harnblase fließt.
Die Bildung der Harnröhre ist um die 14. Schwangerschaftswoche abgeschlossen. Tritt in diesem Zeitraum eine Unterbrechung in der Entwicklung der Harnröhre auf so entsteht eine Hypospadie.
Je nachdem in welchem Stadium der Entwicklungsstopp eintritt wird die Schwere der Hypospadie bestimmt. Eine frühe Unterbrechung der Entwicklung führt zu eine proximale und eine Spätere zu eine distale Form der Hypospadie
Ichthyose
Ichthyose ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die mit einer verstärkten Schuppenbildung der Haut einhergehen. Es handelt sich um eine Erbkrankheit, wobei die defekten Erbanlagen bei einigen Ichthyoseformen inzwischen bekannt sind. Aufgrund von Erbgang, klinischem und feingeweblichem Befund können die verschiedenen Formen der Erkrankung unterschieden werden. Das Hauptmerkmal sind großflächige schuppenartige Verhornungen (Hyperkeratosen) der Haut. Im Gegensatz zur Psoriasis, bei der es zu einer vermehrten Abschilferung von Hornschuppen aufgrund einer Entzündung der darunter liegenden Schichten kommt, ist die Ichthyose also durch eine mangelnde Abschuppung bei krankhaft vermehrter Verhornung gekennzeichnet.
Körperbehinderung
Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistigen Fähigkeiten oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beeinträchtigt ist", so die gesetzliche Definition von allen und somit auch von Körperbehinderungen nach § 2 Abs. 1 Sozialgesetzbuch IX.
Unter körperbehinderte Personen fallen statistisch diejenigen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind, ferner Blinde und Gehörlose, aber auch solche, die infolge einer Erkrankung eines Organs in ihrer Lebensgestaltung eingeschränkt sind.
Krebs
Unter der etwas laienhaften Bezeichnung Krebs versteht man alle sog. bösartigen (maligne) Tumore, die zum einen Tochtergeschwulste (Metastasen) bilden und zum anderen ungebremst in andere Gewebe wuchern. Die Bezeichnung Krebs entlehnt sich dem lateinischen Wort "cancer" und griechisch "karkínos", wovon sich "Karzinom", also Krebsgeschwulst, ableitet. Die Geschwulst ist wahrscheinlich so benannt, weil sie ähnlich wie ein "heimtückisch fressender Krebs" Gewebe zerstört. Eine andere Erklärung beruht darauf, dass der Begriff zunächst vor allem auf Brustkrebs angewendet wurde. Bei dieser Erkrankung malen gestaute Brustvenen eine "krebsfußartige" Zeichnung auf die Haut.
Leukämie
Leukämie bedeutet "weißes Blut". Die Bezeichnung stammt von der bei manchen Leukämieformen erhöhten Anzahl weißer Blutkörperchen im Blut. Diese große Zahl weißer Blutkörperchen führt beim stehenden Blut zu einem sichtbaren weißlichen Saum oberhalb der sich absetzenden roten Blutkörperchen.
Der Begriff Leukämie ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen, die durch maligne (bösartige) Veränderungen in einer oder mehrerer der verschiedenen Arten der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) in den blutbildenden Organen entstehen. Die malignen Zellen teilen sich völlig unkontrolliert, sie reifen nicht aus und können daher die entsprechende Funktion gesunder Zellen nicht erfüllen. In der Folge der ungehemmten Vermehrung breitet sich die maligne Leukozytenart zunehmend im blutbildenden Knochenmark, sowie evtl. auch in anderen Organen aus. Die Leukämiezellen treten von dort in das Blut über. Die verschiedenen Arten der Leukämie werden im Folgenden ausführlich beschrieben. Dabei werden vor allem die chronische und die akute Leukämie unterschieden.
Morbus Bechterew
Der Morbus Bechterew, auch als ankylosierende Spondylitis bezeichnet, ist eine chronische, entzündlich-
Morbus Crohn
Der Morbus Crohn ist eine in Schüben verlaufende chronisch-
Mukoviszidose
Die Mukoviszidose ist eine Erbkrankheit mit einem Erkrankungsrisiko von 1:2500, die vorwiegend die weiße Bevölkerung betrifft. Typisches Merkmal ist die Bildung eines sehr zähen Schleimes in der Lunge, der Bauchspeicheldrüse, der Leber und im Dünndarm, der die Funktion dieser Organe beeinträchtigt. Erstes Symptom ist oft der Darmverschluss des Säuglings. Später stehen die Probleme von Seiten der Lunge im Vordergrund. Häufige Infektionen müssen immer wieder mit Antibiotika behandelt werden und führen zu zunehmender Verschlechterung der Atemfunktion. Die Beeinträchtigung von Leber und Bauchspeicheldrüse kann dagegen sehr gut mit Medikamenten beherrscht werden. Die Diagnose erfolgt mittels Genanalyse, die schon durch Fruchtwasseruntersuchung in der Schwangerschaft möglich ist. Auch ein Schweißtest, der den erhöhten Salzgehalt nachweist, hat hohe Aussagekraft.
Multiple Sklerose (MS)
Bei der Multiplen Sklerose (lat. multiplex = vielfach; griech. skleros = hart) handelt es sich um eine chronisch-
MS ist die häufigste Erkrankung des Nervensystems, die im jungen Erwachsenenalter zu einer bleibenden Behinderung und zu vorzeitiger Berentung führen kann. Allerdings ist die Prognose für die meisten Erkrankten viel günstiger als allgemein angenommen wird. Multiple Sklerose führt zu vielfältigen Symptomen wie Sehstörungen, Gefühlsstörungen der Haut, Nervenschmerzen oder Muskellähmungen, die oft schubweise auftreten. Auslösend sind Entzündungen an den Markscheiden der Nervenfasern des zentralen Nervensystems, deren Ursachen noch nicht genau bekannt sind.
Muskelerkrankungen
Unter einer Muskeldystrophie versteht man eine erblich bedingte Muskelerkrankung, die zu einem fortschreitenden Schwund des Muskelgewebes führt. Aufgrund des Gendefektes werden für den Muskelstoffwechsel notwendige Eiweiße, wie z.B. das Dystrophin, gar nicht oder in unzureichender Menge gebildet, was früher oder später zum Untergang des Muskelgewebes führt. Kennzeichnend für Patienten mit einer Muskeldystrophie ist eine zunehmende, bestimmte Körperregionen bevorzugende, meist symmetrisch ausgebildete Muskelschwäche. Es sind mehr als 30 verschiedene Formen der Muskeldystrophie bekannt. Die einzelnen Formen der Muskeldystrophie unterscheiden sich hinsichtlich des Vererbungsmodus, der bevorzugten Körperregionen, dem Erkrankungsalter und dem Verlauf.
Osteoporose
Unter Osteoporose versteht man eine Abnahme der Knochenmasse, -
Panikattacken
Unter Angst-
Parkinson
Der Morbus Parkinson ist eine Stammganglienerkrankung, die vor allem durch Bewegungsstörungen gekennzeichnet ist und ca. 0,1% der Bevölkerung über 60 Jahre betrifft. Es kommt aus meist unbekannter Ursache zu einem Dopaminmangel in einem bestimmten Gehirnbereich (Substantia nigra), selten sind Vorerkrankungen auslösend.
Typische Symptome sind Akinese (Bewegungsverlangsamung), Rigor (Muskelsteifheit) und Tremor (grobschlägiges Zittern in Ruhe). Daneben kann es zu depressiver Verstimmung, vegetativen Symptomen und Mimikverlust kommen. Die Diagnose erfolgt mittels neurologischer Untersuchung, sowie mittels nuklearmedizinischer Untersuchungen (SPECT).
Phenylketonurie
Die Phenylketonurie ist eine autosomal-
Das menschliche Erbgut ist in normalen Körperzellen auf 46 Chromosomen verteilt. Davon sind die Chromosomen 1 -
Phenylalanin ist eine essentielle zyklische Aminosäure. Essentielle Aminosäuren sind die Aminosäuren, die für den menschlichen Stoffwechsel notwendig sind aber von ihm selber nicht hergestellt (synthetisiert) werden können, sondern mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Das Tyrosin ist eine aromatische Aminosäure und eine Vorstufe des Melanins, des Adrenalins sowie des Thyroxins.
Sofern die Mutation auf dem Chromosom 12 von Vater und Mutter an ein Kind weitergegeben wird, führt dies zu einem Defekt des in der Leber gebildeten Enzyms Phenylalanin-
Der Hauptgrund für die schwerwiegenden Folgen der PKU ist primär in der weit über das Normalmaß hinausgehende Menge an Phenylalanin zu sehen, das in diesem Übermaß weitgehende negative Folgen auf die Bildung des Gehirns besitzt. Unbehandelte Kinder zeigen schwere geistige Defekte, epileptische Anfälle, Hypertonie der Muskeln, Hirnkleinwuchs, Pigmentstörungen auf der Haut, ekzemähnliche Hautveränderungen, allgemeine Übererregbarkeit und einen unangenehmen Geruch.
Psychischer Erkrankungen bzw. Störungen
Im Wesentlichen lassen sich fünf verschiedene Grundformen psychischer Erkrankungen bzw. Störungen unterscheiden: Schizophrenie, affektive Störungen, Angst-
Die allermeisten anderen psychischen Störungen lassen sich als Untergruppen oder Spezialfälle dieser Grundformen erklären. Im Folgenden werden Symptome, Häufigkeit, Diagnosen, Ursachen, Hilfsmaßnahmen, Therapien und Prognosen derartiger Störungen dargestellt und diskutiert.
Rheuma
Unter dem Begriff Rheuma wird eine Vielzahl sehr verschiedener Krankheitsbilder zusammengefasst. Nach der internationalen Klassifikation sind etwa 100 Erkrankungen dem rheumatischen Formenkreis zuzuordnen, von denen hier nur die wichtigsten dargestellt werden sollen.
Das Wort Rheuma kommt von dem griechischen Wort für fließen oder strömen. Ursprünglich wurde das Wort benützt, um den fließenden und ziehenden Schmerz, der bei Erkrankungen des Bewegungssystems entsteht zu beschreiben. Als rheumatische Erkrankungen bezeichnet man allgemein die Erkrankungen, die sich am Bewegungsapparat, d.h. den Gelenken, Sehnen, Muskeln usw. abspielen und dort Schmerzen verursachen. Allerdings können bei vielen rheumatischen Erkrankungen auch innere Organe oder aber auch das Nervensystem, die Haut oder die Augen mit betroffen sein.
Die entzündlich-
Sarkoidose
Die Sarkoidose ist eine seltene entzündliche Erkrankung, die durch die Bildung typischer Granulome gekennzeichnet ist und praktisch jedes Organ betreffen kann. Die Ursache der Erkrankung ist bisher nicht geklärt. Es wird ein Zusammenhang mit genetischen Faktoren und Umweltfaktoren untersucht. Nur ca. jeder zweite Betroffene leidet unter Beschwerden, die dann vom jeweils betroffenen Organ abhängig sind. Besonders häufig ist eine Lungenbeteiligung, die oft zufällig anhand einer Röntgenaufnahme entdeckt wird.
Man unterscheidet eine akute und eine chronische Verlaufsform der Erkrankung. Die akute Form der Sarkoidose hat die bessere Prognose, sie wird symptomatisch behandelt (v.a. Antiphlogistika = Entzündungshemmer), heilt aber auch ohne Behandlung bei der Mehrzahl der Betroffenen komplikationslos ab. Die Prognose der chronischen Form ist hingegen schlechter. Hier werden therapeutisch Kortikosteroide eingesetzt, auf welche die Erkrankung im Allgemeinen gut anspricht. In einigen Fällen sind dauerhafte Einschränkungen der Lungenfunktion dennoch nicht vermeidbar.
Schlafapnoe
Die Schlafapnoe oder das Schlafapnoe-
Symptome sind lautes Schnarchen mit Atempausen, Tagesmüdigkeit, Konzentrations-
Schlaganfall
Auslösend ist ein plötzlicher Gefäßverschluss oder eine Blutung im Bereich des Gehirns. In Folge des Schlaganfalls treten neurologische Ausfälle auf, z.B. Bewusstlosigkeit, Hemiplegie (halbseitige Lähmungen), Sprach-
Zu den Risikofaktoren gehören Bluthochdruck, Diabetes mellitus, "die Pille", Rauchen und erhöhte Blutfettwerte. Vorstufen und damit ernst zu nehmende Warnzeichen sind vorübergehende neurologische Ausfälle, auch TIA und PRIND genannt. Die Symptome hängen von der Lokalisation des Schlaganfalles im Gehirn ab, häufig kommt es zur halbseitigen Lähmung und Sprachstörungen.
Speiseröhrenmissbildungen
Speiseröhrendivertikel sind Ausbuchtungen der Speiseröhrenwand, die entweder durch großen Druck von innen oder durch Zug von außen entstehen. Sie bilden sich an charakteristischen Stellen der Speiseröhre. Vor allem Männer im höheren Lebensalter sind von der Erkrankung betroffen. Unterschieden werden Pulsions-
Pulsionsdivertikel sind die Folge eines erhöhten Druckes in der Speiseröhre, z.B. durch die Ansammlung größerer Mengen Speisebreis, und einer gleichzeitig vorliegenden Schwäche der Speiseröhrenwand. Sie sind vor allem oberhalb des oberen Speiseröhrenmundes zu finden (=Zenker-
Traktionsdivertikel dagegen entwickeln sich durch den Zug benachbarter entzündlich veränderter Lymphknoten auf die Speiseröhrenwand. Sie liegen im Allgemeinen in der Mitte der Speiseröhre (=parabronchiale Divertikel). Häufig verursachen Divertikel der Speiseröhre keinerlei Symptome und werden zufällig bei Röntgenuntersuchungen entdeckt. Sie können jedoch auch zu Schmerzen und Schluckbeschwerden führen. Entzündungen der Speiseröhrenschleimhaut, Lungenabszesse oder eine Lungenentzündung sind schwerwiegende mögliche Komplikationen. Divertikel, die Symptome verursachen, müssen operativ entfernt werden.
Stomaoperierte
Der Begriff Stoma kommt aus dem Griechischen und bedeutet Öffnung oder Mund und wird in der Medizin für eine durch eine Operation geschaffene künstliche Körperöffnung verwendet.
Bei ausgedehnten bösartigen Tumoren des Kehlkopfes kann die Entfernung des ganzen Kehlkopfes in manchen Fällen mit der besten Aussicht auf Tumorfreiheit verbunden sein. Nach Entfernung des Kehlkopfes gelangt die Luft über eine Öffnung am Hals in die und aus der Luftröhre, diese Öffnung heißt Tracheostoma (Kehlkopfentfernung und Stimmrehabilitation).
Wurde bei einer Operation die Harnblase entnommen, bildet der Arzt oft einen neuen Körperausgang für die Ausleitung des Harns, meist in der Bauchdecke (Blasenkrebs). Dieser künstliche Ausgang heißt in der medizinischen Fachsprache Urostoma.
In bestimmten Fällen des Mastdarmkrebses kann bei der operativen Tumorentfernung der Schließmuskel nicht belassen werden. Für den Dickdarm (Kolon) wird dann ein künstlicher Ausgang in der Bauchdecke geschaffen, der als Kolostoma oder Anus praeter naturalis bezeichnet wird. Sehr selten wird der gesamte Dickdarm entfernt oder muss vorübergehend stillgelegt werden. Dann führt das Ärzteteam den Dünndarm in einem sogenannten Ileostoma nach außen.
Überaktives Kind (ADHS)
Diese Störung wird auch als Aufmerksamkeits-
Die Ursache dafür dürfte nach neuesten Forschungsergebnissen in erster Linie eine Funktionsstörung bei der Signalübermittlung im Gehirn sein. Die auftretenden Symptome sind Konzentrationsstörungen sowie Störungen der Informationsverarbeitung und Gedächtnisbildung, seltener auch eine motorische Hyperaktivität und gesteigerte Reizbarkeit. Die Diagnose erfolgt durch die Krankengeschichte, eine körperliche Untersuchung und neuropsychologische Tests. Die Behandlung basiert auf medikamentöser Einstellung und wird ergänzt durch Beratung, Aufklärung, Verhaltens-
Wahrnehmungsgestörte Kinder
Wahrnehmungsgestörte Kinder können die Probleme des alltäglichen Lebens nicht so lösen wie ihre Altersgenossen. Die Alltagsgeschehnisse schließen unzähliges Umfassen, Berühren und Bewegen ein. Kinder erfahren dadurch ihre Umwelt. Wahrnehmungsgestörte Kinder jedoch sind hier oft schwer beeinträchtigt
Wenn ein Kind unter Wahrnehmungsstörungen leidet, fällt das oft durch eine verzögerte Entwicklung auf. Manche Kinder krabbeln nicht, laufen spät, können nicht auf einem Bein stehen.
Spätestens in der Schule bekommen die Kinder massive Probleme. Oft ist der Gleichgewichtssinn nicht richtig entwickelt oder die Kinder nehmen Laute nicht differenziert wahr oder können ihre Augenbewegungen nicht so exakt kontrollieren, dass sie sie zum Beispiel der Lesegeschwindigkeit anpassenen können.
Nicht selten arbeiten auch die beiden Hirnhälften wahrnehmungsgestörter Kinder nicht richtig zusammen. Sie schaffen es nicht, die Information der verschiedenen Sinne so zu koordinieren, dass sie komplizierte Dinge wie zum Beispiel das Lesen lernen können. Manche Kinder schaffen es nicht, sich über eine gewisse Zeit auf eine Sache zu konzentrieren.
Die Ursache dieser Störungen, so vermutet man heute in der Wissenschaft, sind meistens Stoffwechselprobleme im Gehirn. Wahrnehmungsstörungen können nicht eigentlich 'geheilt' werden. Aber erfahrene Therapeuten können den Kindern helfen, ihre Defizite so auszugleichen, dass sie im Leben zurechtkommen.